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Die beliebtesten Lieblingssätze 2016

Hurra und Tusch, die Lieblingssätze des Jahres stehen fest: der beste Romananfang und die besten Fundstücke, die 2016 im Museum der schönen Sätze dokumentiert beziehungsweise auf Facebook diskutiert wurden. Die Platzierung ergibt sich aus den Bewertungen in den Social-Media-Kanälen und im Blog. Vielen Dank an dieser Stelle für das motivierende Feedback und den regen Austausch der Museumsbesucher, Facebook-Fans und Twitter-Follower. Auf ein neues Jahr voller inspirierender Wörterminiaturen!
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Lieblingsbücher 2016

Subjektiv. Unvollständig. Ehrlich. Hier die persönliche Top Ten meiner Lieblingsbücher, die ich 2016 gelesen habe. Einige davon haben es mit ihren ersten Sätzen ins Museum der schönen Sätze geschafft. Lesenswert sind sie alle. Sätze wie Bücher.

buecher2016

  1. Heinrich Steinfest: Das Leben und Sterben der Flugzeuge
  2. Isabel Bogdan: Der Pfau
  3. Berni Mayer: Rosalie
  4. Benedict Wells: Vom Ende der Einsamkeit
  5. Frank Goosen: Förster, mein Förster
  6. Klaus Bittermann: Sid Schlebrowskis kurzer Sommer der Anarchie und seine Suche nach dem Glück
  7. Thomas Glavinic: Wie man leben soll
  8. Richard Lorenz: Frost, Erna Piaf und der Heilige
  9. Stevan Paul: Der große Glander
  10. Heinz Strunk: Der goldene Handschuh
  • Gedichtband des Jahres: Charles Bukowski: Alle reden zu viel
  • Sachbuch des Jahres: Sylvia Witt & Oliver Uschmann: Krallen rein! Über das wahre Leben mit Katzen

Außer Konkurrenz, gleichwohl die größten Herzensangelegenheiten: die Buchveröffentlichungen meiner Liebsten:

  • Alexandra Pilz: Für immer Hollyhill
  • Anne Sanders: Sommer in St. Ives

Lieblingsgäste (35): Janine Wolf

Janine_WolfIn der Sammlung „Lieblingsgäste“ kommen die Besucher zu Wort und präsentieren ihre Lieblingssätze aus Literatur und Pop. Im 35. Teil stellt Janine Wolf ihre Favoriten vor – eine junge, lebenshungrige Mischung, die Nicole Krauss und das Pop-Duo Boy vereint und Hymnen schmettert auf Benedict Wells und Wir sind Helden. Janine, die sich Jane nennt, betreibt als Bloggerin „Eine Apotheke gegen den Ernst“. Ihr eigener Roman soll „Ode an glitzernde Klackerschuhe“ heißen und mit den Worten beginnen: „Es sind nur sehr wenige Kinder hier. Die meisten Kinder in diesem Raum sind schon erwachsen.“ Sich selbst bezeichnet Jane als „Kämpferin für Authentizität und Schrulligkeit.“ Ihr Motto: „Embrace the beautiful mess that you are!“ Weiterlesen

Im Anfang das Ende, im Ende ein Anfang

„Ich kenne den Tod schon lange, doch jetzt kennt der Tod auch mich.“

Benedict Wells: Vom Ende der Einsamkeit. Diogenes, 2016.

Im ersten Satz zweimal vom Ende zu schreiben, vom Ende aller Enden noch dazu, kommt einem Befehl zum Weiterlesen gleich. Hier bewegt sich einer in einer Zwischenwelt, dem Tod so nah, zu jeder Zeit. Und doch am Leben, immer noch. Wer ist dieser Mann, der einen Motorradunfall gerade so überlebt hat und nun zurückblickt bis zur Kindheit, dem Moment, als er zur Waise wurde? „Vom Ende der Einsamkeit“ heißt der Roman, ein Drama voller Schwere, erstaunlich leichtfüßig erzählt. So melancholisch und traurig und doch voller Hoffnung. Weiterlesen