Die Reife von Romanfiguren

Irving

Aus: John Irving: „Straße der Wunder“, Diogenes Verlag 2016.

Apropos schluderig: Der erste Satz der deutschen Übersetzung von Irvings „Straße der Wunder“ ist aus einem speziellen Grund bemerkenswert. Nicht, weil er museumsreif schön wäre (vielmehr fällt er in die Kategorie „passt schon“). Sondern weil er – in der ersten Auflage zumindest – einen Sprachfehler enthält. Einen Patzer im ersten Satz, das gibt es auch nicht alle Tage.

Irvinganfang

Hier die Stellungnahme von Diogenes: „Lieber Bernhard, als große Irving-Fans tut der Satz uns selbst weh! Lektor, Korrektor, Setzer, tatsächlich haben alle die unvollständig ausgeführte Korrektur überlesen. Wir können nun leider nichts mehr anderes tun, als den Fehler für künftige Auflagen zu korrigieren.“

Über die Lesung von John Irving am 27. Mai 2016 im Münchner Residenztheater habe ich ein paar Zeilen in der SZ geschrieben.

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Ein Kommentar

  1. letternwald

    Ach, das ist doch sehr beruhigend! Wenn zu viele Köche dabei sind – kennt man ja. Über die „guten Romanfiguren“ wundert man sich doch oft und denkt, dass sie eher zu linear handeln, aber wahrscheinlich wollen das die Leute so. Gruß

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