Wortweiden statt Stilblüten

„Vor meiner Tür blüht eine Wiese aus Mittelfingern, doch ich lach mir in die Faust und lasse endlich wieder Licht ins Zimmer.“

Flo Mega: „Hinter dem Burnout“ (1:18), auf: Mann über Bord (2014).

Wer Alpha sagt, muss auch Omega sagen, in diesem Fall Flomega. Flo Mega. So nennt sich der Bremer Florian Bosum, der nicht nur die Spielarten von Hip-Hop und Soul aus dem Effeff beherrscht, sondern auch die Feinheiten der deutschen Sprache von A bis Z. Poetische, bildhafte, schelmische Zeilen erblühen in seinen Songs. Keine Stilblüten, eher Wortweiden. Wie in der Single Zurück von 2010: „Ich bin zurück von dort, wo der Pfeffer wächst.“ Auch auf dem aktuellen, zweiten Studioalbum „Mann über Bord“ lassen sich Sätze zum Verlieben pflücken. Den hier zum Beispiel: „Hinter dem Burnout liegt das Paradies, ich hab es gesehen, es ist schöner als Paris.“ Wachsen soll eine Wiese aus Daumen. Nach oben, natürlich.

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