Military Of The Gänsehaut

„We don’t need entertainment, we entertain ourselves.“

Naked Lunch: „Military Of The Heart“ (2:41), auf: This Atom Heart Of Ours (2007).

Vieles passt hier nicht zusammen: der Militärbezug im Songtitel zur Gänsehautromantik im Text; die Herkunft der Band (Klagenfurt) zur Sprache des Sängers (Austroenglisch, Englisch); die Schluffigesichter zum britisch gefärbten Indierock. Naked Lunch nennen sich der Oberschluffi Oliver Welter und seine Kollegen, nach dem Skandalroman von William S. Burroughs über Drogen, Homosexualität und Wahnsinn aus dem Jahr 1959. Und wie der amerikansiche Schriftsteller (1914 bis 1997) geben sich die Musiker gerne dem Gefühlsrausch hin.

Wie sich das Liebeslied zur ergreifenden Hymne auf die Zweisamkeit hochsymphoniert, lässt gesunde Herzen lauter schlagen. Der Moment, wenn um zwei Liebende herum alles andere wurscht ist, wenn Entertainer unterhalten sollen, wen sie wollen, nur nicht die zwei Liebenden, weil diese nix und niemanden brauchen, dieser glücksschwangere Moment ist hier wunderbar in Melodien geflossen. Und die zwei sind eins. „On the day i found myself“. Alles passt hier zusammen. Alles.

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