Werben ohne Verben

„Im Zweifel für den Zweifel, das Zaudern und den Zorn, im Zweifel für’s Zerreißen der eigenen Uniform.“

Tocotronic: „Im Zweifel für den Zweifel“(0:22), auf: Schall und Wahn (2010).

Schon wieder die Schlaubischlümpfe der Hamburger Schule. Lassen einmal mehr den Diskursheini raushängen. Mit Worten, die zwar komisch klingen, aber zu der Überlegung führen: Im Zweifel für den Zweifel, ob ein Satz unbedingt ein Verb braucht, um sich als Satz an den Türstehern des elitären Wortclubs vorbeizuschlängeln. Gerade das Werben für die eigene Überzeugung – und darum geht es hier – funktioniert ohne dahinschleichende Verben gar bestens. Aber zurück zu Tocotronic: textlich mal wieder 1a. Eins, setzen, Streber!

PS: Die Hamburger Schule hat Zuwachs bekommen. Vier Burschen aus Husum liefern gerade ein Debüt ab, das vor starken Sätzen nur so strotzt (demnächst mehr an dieser Stelle). Vierkanttretlager scheinen tatsächlich den Brückenschlag zu meistern zwischen Alter und Neuer Indie-Schlaubischlumpf-Schule. Im Zweifel für den Zwitter. Schluss, aus, raus!

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