Faust Gottes

„Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten, die früh sich einst dem trüben Blick gezeigt.“

Johann Wolfang von Goethe: Faust. Der Tragödie erster Teil (1808). Reclam,  1993.

Johann Wolfgang von Goethe, 1749 bis 1832, müsste eigentlich Johann Wolfgang von Goettlich heißen. Denn die Supernova der Dichtkunst war einer der wenigen Universal-Schlaumeier, deren Genialität keine Grenzen duldete. Seine 1808 veröffentlichte Tragödie über Doktor Faustus gilt als das bedeutendste und meistzitierte Werk der deutschen Literatur. Wie er die „Zueignung“, eine Widmung in Versform, beginnt, kommt einem schriftstellerischen Urknall gleich. Der Autor spricht darin die Figuren seiner Geschichte an, berichtet vom Erwachen des Schaffensprozesses. „Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten“ – so also fängt es an, das vielleicht älteste Making-of der Welt.

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