Kennzeichen D

„Und ihr seht mich als Punkt am Horizont verschwinden, um ein Stück weiter hinten mich selbst zu finden.“

Thomas D: Rückenwind (4:19), auf: Solo (1997).

Thomas D, Jahrgang 1968, ist auch außerhalb der berühmten Vier fantastisch. Nicht immer, aber meistens. Er battlerappt nicht, er prollreimt nicht, er kommerzschreit nicht. Stattdessen reflektiert er, philosophiert er, phantasiert er. Versierter als andere. Und haut Zeilen raus, die mit „Dicker Pulli an, Mann“ keine Faser mehr gemein haben. Das fing schon mit seiner ersten Solo-Single an, aus der oben zitiert wird (eine wunderbare Reisehymne). Und hört mit den „Lektionen in Demut“ hoffentlich noch lange nicht auf. Genügend Rückenwind hat er jedenfalls noch, der heroische Hip-Hop-Humanist.

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2 Kommentare

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